Racing 2010
16.-18.04.2010 | IBPM Lauf 1 in Most

Hier mal ein kleiner Bericht über das 1. IBPM Wochenende in Most.

Los ging es am Donnerstag mit packen und verspäteter Abfahrt um 17:30uhr in Coburg. Beim Packen stellte sich bereits wieder mein Corsa als absolutes Raumwunder heraus sofern man Tetris bis Level 20 beherscht. Mit voller Fuhre also dann Abfahrt nach Most und dort dann letztlich um 21:30uhr angekommen. Hätte auch schon zeitiger klappen können aber nach Chemnitz bis fast runter nach Komutov gab es Nebel mit Sichtweiten unter 30m. So krassen Nebel hab ich bisher noch nie gesehen, man konnte wirklich nur noch 30km/h fahren. Natürlich hatte ich dabei immer die Hoffnung dass das Wetter in Most besser ist. Und ein Nasenbohrer hat auch mal glück, dh. ab Freitag war das Wetter voll ok. Samstag und Sonntag sogar traumhaft mit blauen wolkenfreiem Himmel.

Der 1. Turn war dann am Freitag um 9uhr. Noch etwas unbeholfen auf den ersten paar Metern (zum 1. mal dieses Jahr Renne und auf der Straße auch kaum gefahren..) gings dann ab der 3,4. Runde besser. Allerdings noch mit Weicheibremspunkten und einem Wackelfahrwerk vom feinsten. Also nach dem 1. Turn erstmal Fahrwerk etwas umstellen und Luftdruck umstellen von den Contis. Damit ging es im 2. Turn dann schon etwas besser.

So langsam bekam ich ein Gefühl fürs Vorderrad, doch das Hinterrad lies noch zu wünschen übrig. Dies lag aber auch an dem Conti Race Attack für Hinten. Der taugt einfach nichts. Die Vorderreifen sind net schlecht aber der Hintere ging nach dem 3. Turn endgültig in Fetzen auf, links und rechts. Also noch einen angefahrenen BT002R drauf und schon ging es besser. Der Brückenstein taugt einfach. Am Ende des Tages stand dann ne 1,48.9 auf der Uhr. Nicht schlecht aber noch 3sec von meiner letztjährigen Marke entfernt. Letztes Jahr hätte die 1,48 auch locker für Gruppe A gereicht aber diesmal waren hier lauter kranke Schweden, Russen, Tschechen und Dänen da das ich doch wirklich in die Gruppe B gesteckt wurde am Samstag (schäm ;-) ! )  Aber die Gruppe war dafür auch nicht langsam.

Am Freitag gab es dann noch den letzten Turn der als Zeitraining für die Rennen gedacht war. Schon etwas blöd, da ja sonst die Bestzeit aus allen Turns für die Startaufstellung genutzt wurde. Jetzt musst du genau in dem Turn alles geben. Doof ist dann nur wenn man erst ewig in der Box warten muss, dann sich noch jemand mault und Öl auf die Strecke macht, sich damit die Wartezeit nochmals verlängert und man letztendlich nur 3 Runden zur Verfügung hat. Also war es nach dem Warmfahren schon wieder vorbei ==> 1,51min Startplatz 17...kotz!

Egal Abends erstmal schön mit meiner Dame den Grill angehauen und das Leben genossen. Apropos meine Dame. Es ist eine feine Sache jemanden dabei zu haben der sich um das leibliche Wohl kümmert. Ganz dickes Lob hierfür und außerdem bin ich froh das ihr das ganze gut gefallen hat und wir ein paar schöne Tage auf der Renne hatten.

Am Samstag ging es dann wieder um 9uhr los, bzw für mich um erst um 9:20uhr da fortan ja Gruppe B. Bei schönstem Wetter fuhren fast 2 komplette Turns bis dann in meiner Gruppe der Supergau passierte. Ein schwerer Unfall mit 2 Beteiligten wobei einer von beiden den Unfall nicht überlebte. Zum Hergang kann man nicht soviel sagen, nur das der eine dem anderen beim Überholen hinten rein gefahren ist und das in einer sehr schnellen links kurve (>200km/h !!) und dann beide mit voller GEschwindigkeit und Wucht in die Bande eingeschlagen sind. Beide Moppeds sind noch über die Leitplanke geflogen, eins hätte auch noch fast den Fangzaun überwunden, blieb aber zum Glück doch brennend in  der Wiese liegen. Auch sofortige Reanimation an Ort und Stelle konnten den einen der beiden Russen nicht mehr retten. RIP und mein Beileid sei hier nochmals geannt. So was zieht einen schon erstmal runter und es schwierig danach den Kopf frei zu bekommen. Nachdem Mittagessen ging es dann weiter mit etwas mulmigen Gefühl im Bauch.

Dann kam dann das 1. Rennen.  Die übliche Aufregung, Adrenalin und die äußeren Temperaturen brachten einen zum schwitzen. Doch nachdem Start war das erstmal alle vergessen und nur noch Fahren angesagt. Der Start glückte mir ganz gut (nur eine Position verloren...) aber in der Schikane ging es dann sehr eng zu und da ich auf Nummer sicher ging huschten hier noch 2 durch. Aber egal nach und nach konnte ich mir die Plätze zurück holen und zu diesen auch noch Leute davor überholen. Dann noch insgesamt 3 Ausfälle weiter vorne, das hätte eine Postion so um 10-12 geben können wenn ich nicht in letzter Runde dem Nasenbohrerimage gerecht geworden wäre und meine Kiste wegen Spritmangels langsam ausrollte. Fuck, hätte ich mir in den Arsch treten  können. Aber ändert nichts dran, den Rest musste ich schieben und auch der langsamste Fahrer war noch weit vor mir im Ziel. Naja so ist das Nasenbohrerleben eben ;-)

Das war es dann auch für den Samstag, Abends dann nochmal totes Tier auf den Grill und mit Tschechen Bier im Sonnenuntergang den Tag ausklingen lassen, herrlich! Am Sonntag dann wieder um 9:20Uhr start für den 1. Turn. Da wollte ich nochmal den Bridgstone fahren und anschließend auf den Dunlop KR-Slick wechseln für den 2 Turn und dann anschließende Rennen. Nur blöd das der Hässlon nicht einen normalen Slick erwischt hat, sondern eben einen echten Qualifyer. Schon mit Reifenwärmern war das Ding butterweich und auf der Strecke zwar Mördergrip aber nach nur 6 Runden war davon nichts mehr da. Scheißendreck ne?!?! Ich musste mir also nicht mal mehr die Mühe machen mein Fahrwerk auf den Dunlop anzupassen (die harte Karkasse merkt man schon gegenüber dem Brückenstein..) denn von dem Reifen ist auf der rechten Seite nichts mehr da.

Ok, also was dann für Rennen? Hatte noch einen Bridgestone dabei der aber auch schon bessere Tage erlebt hatte und Profilmäßig schon aus dem letzten Loch pfeift. Also zum Reifendienst und da gibt es doch tatsächlich den  Metzeler Racetek (Mischung COMPK) bzw Schmierelli Superbike Slick (Mischung PRO) für je 150€. Genauso viel kosten die auch im Internet, nur halt noch mit Versand. Und das sind die MIschungen die weniger zum Aufreissen neigen  sollen sowie recht unkompliziert in Sachen Temperatur/Fahrwerk. Also druff so n Ding und zwar den von Metzeler und was soll ich sagen? Den Reifen mich sehr gut taugen tun! Ein bisl am Fahrwerk rumschrauben aber ansonsten passt. Gibt Vertrauen und vorallem der reisst nicht auf, so ein Verhalten wie die Brückensteins. Im 2. Rennen damit dann auch schon ne 1:47 gefahren. Das reichte um von Platz 17 auf 12 zu fahren trotz einer fast Kollision in der Schikane. Diesmal auch mit vollem Tank ins Ziel gerettet.
Im Anschluss daran noch freies Ballern von 15-17uhr. Hab in der Zeit dann noch veruscht das Fahrwerk anzupassen und es ging immer besser, leider hab ich vom freien Fahren keine Zeiten mehr aber ich denke schon wieder beim Vorjahresniveau angekommmen zu sein. Egal. der Reifen ist jedenfalls ab sofort mein Favorite denn gerade Most macht den Reifen schon gerne zu schaffen, vorallem die doppel rechts vor Start-Ziel mit dem alten Asphalt. Hier hat man haufenweise aufgerissene Reifen gesehen...also gerade die üblichen Verdächtigen....

Geballert bin ich dann noch bis zum letzten Tropfen Sprit. Anschließend noch frisch machen und aufladen wobei hier meine Dame auch schon viel vorarbeit geleistet hatte. Um 17:45Uhr sind wir dann los gekommen und über Nürnberg (Hänger abhängen...) weiter nach München gefahren wo wir dann um 0:15uhr angekommen sind. Und ich sag euch, ich war sowas von im Arsch. 3 Tage ballern und dann noch die Heimfahrt. Meine Claudia musste bereits am Montag um  6:20Uhr aufstehen aber meiner einer war noch komplett bewegungsunfähig und hatte zum Glück noch den Tag frei.

Fazit: Most bei schönem  Wetter ein Traum. Contis für hinten gehen evt auf ner 400er. COMPK  taugt. Tschechen Bier ist lecker und der Sprit und Kippen auch viel billiger. Und ganz wichtig, meiner Freundin hat ihr erstes Mal Renne sehr gut gefallen  und kann mich mit meiner Beklopptheit verstehen und wird mir ab sofort des öfteren Gesellschaft an der Renne leisten. zb nächste Woche in Schleiz....FREUDE!!

Unfälle sind mächtig scheiße und man kann dem Fahrer und vorallem den Angehörigen nur nochmals unser Beileid aussprechen.....R.I.P.

...cu u on track!!
Supermoto - Kampf mit den Einzylindern

Wir schreiben das Jahr 2010. BP ist dem Fördern überdrüssig und verklappt die Horizon in der Tiefsee. Den restlichen braunen Plunder lässt man monatelang ins Meer strömen und als wäre das genug, machen sich die Nasenbohrerz auf den Weg nach Schwabach um dort noch mehr fossile Stoffe zu vernichten.

Es ist schon über 700 Monde her, dass ich das letzte Mal auf einem motorisierten Einspurfahrzeug saß. Umso mehr hab ich mich auf dieses Event gefreut! Supermoto für Jedermann, so nennt sich das Spektakel womit die Crew um Lothar Schauer, (das is der Freak der bei "Wetten das..?" im Wheely das Vorderrad gewechselt hat) durch die Karthallen der Republik tingelt.

Für 139piepen incl. Märchensteuer bekommt der geneigte Zynder die Möglichkeit sich den Rost aus den Gelenken zu schütteln oder einfach nur die grauen, kalten Wintertage zu überbrücken ohne manisch depressiv zu werden.
Mitbringen muss man ausser ein wenig Schutzkleidung und der Mutsprungkapsel (am besten ein Crosshelm, sofern vorhanden) nichts, denn Moped und Sprit sind im Preis inbegriffen. Besonders die Sturzklausel war für mich interessant, neige ich doch dazu mich gern mal irgenwo einzugraben. "Wer stürzt, zahlt 10€ in die Sturzkasse" steht da geschrieben. Naja, ich sollte sicherheitshalber nochmal nen Fuffi extra mitnehmen :lol:
Gefahren wird auf wassergekühlten 250er 4Takt Einzylindern mit ca 28PS. Völlig ausreichend für ne Kartbahn.


Anreise:

Ansreise war am Vortag (10.12.). Gegen 19:00Uhr schlug ich mit Gonzo bei Jochen in Lichtenfels auf. Dort war bereits der Grill mit totem Tier bestückt und all die anderen Gesichtsbaracken waren auch schon da. Schön war auch, Marek den Pyromanen mal wieder zusehen. Nach ein paar Fleischkeksen stieg ich mit Polli auf Glasrouladen und Glühwein um. "Mit schuss?", "Ja mit Schuss..."

Am 11.12. irgendwann in der Früh (den genauen Zeitpunkt weis ich nicht mehr): Wo bin ich? Was mach ich hier? Is mir schlecht! Total Recall! Jemand hat Nachts heimlich einen "Safe Erase" meiner Hirnrinde durchgeführt aber vergessen neue Informationen einzuspeisen, ich weis garnichts mehr. Wie bin ich ins Bett gekommen, und wann? Ach scheissegal, ich lebe noch, und Gonzo auch. Was nach einer 3/4 Flasche Stroh80 keine Selbstverständlichkeit ist. Hätte ich vorher gewusst dass die irren Franken so ein Teufelszeug als "Schuss" bezeichnen hätte ich freiwillig verzichtet. Naja..

Mit 45min Verspätung haben wir vier das BMW Coupè von Jochens Kumpel mit unserem Kram bestückt (in Anbetracht des Kofferraumvolumens ist das wie Tetris Level 9) und die Anfrahrt nach Schwabach angetreten. "Das holen wir auf der Bahn wieder raus" hat er gesagt. Dass er das wörtlich meint, war mir so nicht bewusst. Im Tiefflug brennt der Beemer mit den zwei Schnapsleichen auf der Rückbank und zwei vitalen Lästermäulern auf den Vordersitzen Richtung Nürnberg. Rechtzeitig kamen wir in Schwabach an, was ich so nicht vermutet hätte. Blöd war halt, dass uns die Bullen gestoppt hatten, 130 in der 60Zone auf der BAB. Diese scheiss Weglagerer

Den ersten wassergekühlten Einzylinder den ich dort aufsuchte, war der aufm Herrenklo. Noch blieb aber der Mageninhalt drin. Nach erster Instruktion durch Lothar Schauer und der Gruppeneinteilung gings dann raus auf die Bahn.
"Erst die Reifen warm fahren..!" tönt der Typ der Schauer-Crew. Mit meinem betäubten Geist hab ich das nur beiläufig wahr genommen. 28PS auf einem Topf, und dann auch noch 4Takt. Was soll da schon passieren? ...ein Highsider zum beispiel! In der Spitzkehre den Mischer aufgemacht, wollte mich der Gaul doch glatt wieder los werden. Huiuiui Tiffy, ganz schön glatt is das hier!

Nach 3 Runden Geplänkel pendelt sich das Gripniveau auf einem brauchbaren Level ein. Wie war das noch? Rechts drehen = schneller. Rechts ziehen = langsamer.  So eingermaßen kommt Gefühl in die tauben Knochen. Das Streckenlayout sitzt und schnell fängt die Sache an zu funktionieren. Erste Überholmanöver stehen an, da ist der Turn auch schon zu Ende. Im fliegenden Wechsel übergebe ich an den Fahrer aus Gruppe2.

Der Suff vom Vortag fordert nun seinen Tribut, ich habe Brand! Massiv Brand! Ich parke mir eine halben Liter Apfelschorle ein. Nachgehend betrachtet nicht gerade die cleverste Idee an diesem Tag. Die Turns sind nur etwa 7,5min lang. Schnell war auch die Gruppe 3 fertig und wir waren wieder am Zug.
Da ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt war, habe ich mir natürlich nicht gemerkt welche Startnummer ich im ersten Turn hatte. Und da sich jedes Moped etwas anders fährt, hatte ich prompt mit dem nächsten Karren (Startnummer 3) weniger Glück. Die Bremse musste man hier deutlich mehr ziehen als bei dem Gaul aus Turn 1. Das kam mir in meinem antriebsschwachen Zustand nicht gerade entgegen. Aber irgendwie ging auch Turn 2 zu Ende. Sichtlich geschwächt, zeigte sich auch mein Magen. Und so stand das erste von insgesamt 6 Gesprächen mit dem weissen Porzellangott an. Nachdem hier die Fronten geklärt und die Apfelschorle wie auch die Reste des Vortages draussen waren, gings vital gesehen nur noch bergab.

Ich habe dann nochmal die #3 gefahren und im nächsten Turn dann gewechselt. Aber auch das andere Moped lag mir nicht so, auch da ging mir die Bremse zu schwer. Insgesamt hab ich wohl 5 oder 6 verschiedene Startnummern probiert und bin schließlich bei Nummer #16 hängen geblieben. Auf dem Motorrad hab ich mich wirklich wohl gefühlt. Die vordere Bremse war bissig, die hintere schwach. Sehr gut! Ich hab sowieso kein Gefühl in den Hacken, der Fuss konnte nur digital bremsen (völlig nutzlos also). So hab ich den hinteren Anker fast ganz weg gelassen und nur an 2 Stellen benutzt.
Es ist aber unglaublich wie man die Schmierelli Diablo's nur mit dem Vorderrad in die Ecken bremsen kann. Da kannste bis zum Scheitel aufm Anker bleiben um dann gleich wieder das Kabel anzuziehen, geiler Scheiss!

Angesichts einiger Stürze nahm der eine Mecha/Streckenhitler von der Schauertruppe die Fahrer nochmal ins Gebet, drohte sogar mit Abbruch. Das sorgte kurzzeitig mal für ein paar Diskussionen in der Startaufstellung. Das war aber schnell geklärt, und so sollten wenn überhaupt dann nur die Verursacher selbst mal raus genommen werden und nicht die ganze Gruppe.

Kurz vor der Mittagspause hab ich versucht neue Nahrung aufzunehmen. Der Bahnbetreiber hat frische Semmel mit Käse, Salami und so Zeug gemacht. Auf den Käse fiel meine Wahl. 3Bissen gingen rein, und kamen nach dem nächsten Turn auch gleich wieder raus. Mittagspause, endlich! Hinsetzen und schlafen.

Die Ruhe tat gut, etwas Leben kehrte in den Körper zurück. Voller Zuversicht hab ich mir dann den Rest des Semmels implantiert und noch ein Glas Wasser hinterher geschüttet. Der erste Turn nach der Pause war genial. Ich fühlte mich richtig gut, pflüge gemeinsam mit dem Hässlon durch die gesamte Gruppe, viel zu schnell war der Turn zu ende. Ich war doch grad erst warm geworden.
Nach kurzer Pause von 15min, der Zustand des Verdauungstraktes ging stetig bergab, waren wieder wieder dran. Ich suchte meine Nummer 16, doch sie war nicht da. Irgendwer aus den anderen Gruppen hat die hintere Bremse heiss getreten, danke nochmal!
So musste ich wieder auf ein anderes Moped umsteigen. Dieser Karren hat gleich garnicht /schlecht gebremst und so bin ich nur eine Runde rum geschwuchtelt um abermals das Material zu Wechseln. Der nächste Gaul war an dem Tag noch garnicht gefahren, also Motor und Reifen eiskalt. Kaum hatte ich beides vorsichtig auf Temperatur gebracht war der Turn zu Ende. Gut so. Ich hatte nämlich noch ein Meeting mit dem Porzellangott. Nachdem der Semmel sich ebenfalls den Weg ins Freie bahnten, beschloss ich nichts mehr zu essen oder zu trinken.

Im nächsten Turn konnte ich den einen Mechaniker davon überzeugen dass die mittlerweile abgekühlte Hinterradbremse der #16 für mich ausreiche. "Ich mag keine so kräftige Bremse am Hinterrad" gab ich ihm zu verstehen. Er willigte ein.
Das Moped hat mir echt gefallen! Ich musste während der Fahrt den Adrenalinspiegel nur hoch genug halten, so konnte ich mich ganz gut aufs fahren konzentrieren ohne dass mir ständig die Kotze hoch kommt.

Die letzten Turns erfolgten dann im fliegenden Wechsel zwischen Strecke und Klo. Glücklicherweise kam nur noch Galle, so das ich nichts in den Helm gebröckelt habe. Allerdings sind diese Krämpfe auch echt schmerzhaft. Es ist definitiv nicht einfach den Doppel-D Verschluss mit Handschuhen zu öffnen, wenn es einem schon am Gaumenzäpfchen steht!

Gegen 14:00Uhr war der Spaß dann auch zu Ende. Für mich definitiv gut so. Nach einem Abschlussgespräch mit dem altbekannten Einzylinder auf der Herrentoilette gings erstmal zurück Richtung Nürnberg zum Hässlon in die Bude. Dort hab ich direkt ne stunde auf der Couch gepennt um meinem Magen ne Pause zu gönnen. Im Anschluss dann die Heimfahrt. Meine Arschbacken haben gebrannt, irgendwie war ich das rumgerutsche auf dem Sitzbrötchen wohl nicht mehr gewohnt.
Das ganze Ausmaß meines offensichtlichen Fitnessdefizits hat sich mir aber erst den darauffolgenden Tagen offeriert. 3 Tage Muskelkater in den Beinen, aber richtig!

Hier noch ein paar Impressionen:






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Trotz all der Querelen hat die Veranstaltung mächtig Laune gemacht. Beim nächsten Mal komm ich dann nüchtern und schaue mir vorher die einzelnen Mopeds genauer an bzw teste im Stand schonmal die Bremse. An der Ungleichheit des Materials müsste man seitens des Veranstalters noch etwas nachbessern....

 

 

Greetz
bruno