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Besser spät als nie! Nach dem Motto hat sich der Saisonauftakt 2007 gestaltet. Da alles etwas unerwartet kam, sind Polli und Bruno nun in 2007 erstmals auch gemeinsam auf der Renne unterwegs.
Da beim packen und vorbereiten wieder mal alles länger gedauert hat, sind wir erst gegen 17:30 am Sonntag weg gekommen. Dank Stau und zähfließendem Verkehr waren wir auch erst um kurz nach 20:30Uhr im Fahrerlager aufgetaucht. Ein halbe Stunde zu spät um noch die Papier- und techn. Abnahme zu machen, das Büro war bereits geschlossen. Wieder zurück am Auto waren auch Joschi und der kleine Onkel (mit Krücken) und Freundin Vivian aufgetaucht. Die drei konnten wir beim Pavillon aufbauen gut gebrauchen.
Es wurde dunkel und das Wetter war nicht grad toll als uns das dynamische Defizit an bruno's Zelt auffiel, die Stangen fehlen, *kagge*. Ohne Dach überm Kopf ist nicht so gut, so wurde kurzerhand das kleine Zelt von Polli als Tankstelle umfunktioniert und bei Josef in der Wohnung Quartier bezogen *geile Sache das!*.
Dank vieler Benzingespräche war die Nacht sehr kurz und auch das ein oder andere Bier hat seinen Teil beigetragen. Um 5:30Uhr aufgestanden war jede Art von Menschlichkeit aus den Gesichtszügen verschwunden. Das Navi half aus der Magdeburger Innenstadt raus um so bei Zeiten in der Früh zur Strecke zu kommen.
Da noch neuen Reifen montiert werden mussten und die Reifenfritzen nicht die schnellsten waren, haben wir den ersten Turn gleich auslassen müssen *wieder kagge*. Nachdem wir Bruno's Berta einmal durch das halbe Fahrerlager geschoben haben, sprang der Bock endlich an und wir konnten mit 5min Verspätung zu unserem ersten Turn fahren.
Seine letzte Fahrt vor 2 Jahren und der damit verbundene Sturz steckten noch im Hinterkopf. Auch das Motorrad hatte er zum ersten Mal unterm Gesäß. Das Selbstvertrauen war im Keller, und in die letzten Huldigungen an die Reifen sind auch schon lang' verhallt. Während Polli seine ersten Runden zog, eierte seine Brunhaftigkeit als Wanderbaustelle mit 2:03min um den Kurs. Beim anbremsen zog jedes Mal ein heftiger Windstoß unter dem Helm und trocknete die Kontaktlinsen aus, und so dauerte es nur bis Turn 3 als eingangs Hasseröder die rechte Linse am Visier klebte. *Super* Mit erhobener Hand von der Strecke geeiert, fix ne neue eingesetzt konnten noch die letzten Minuten des Turns noch gefahren werden.
In Turn4 wurde wieder auf die gute altmodische Brille gewechselt. Polli, mittlerweile schon gut in Form, wollte helfen wieder zur alten Form zu finden und sich das Elend mal von hinten anschauen. Also fuhr Bruno vorweg aus der Boxengasse raus und drehte seine Runden, völlig unbemerkt, das Polli nicht mehr da war. Wieder im Fahrerlager angekommen fehlte von ihm aber jede Spur. Schnell wurde klar, da stimmt was nicht. Der kleine Onkel mit Sohnemann und Vater waren auch wieder an der Strecke und berichteten gleich von einem Sturz in der Hasseröder. Mit kalten Reifen ist Polli das Vorderrad beim anbremsen weggerutscht und der Asphalt hat Narben in Verkleidung und den nagelneuen! SR-Racing Topf hinterlassen. Während sich Polli auf die Suche nach Ersatz für seinen Kupplungshebel machte, bauten der kleine Onkel und Bruno schon mal die Töpfe runter und bogen das linke Zwischenrohr wieder in die Richtung wo es sich ursprünglich mal befand. Da heftiger Wind in Kombination mit fast waagerechtem Regen nicht so toll ist, wurde im Windschatten der Klohäuschens geschraubt. Das bot wenigstens etwas Schutz vor dem widrigen Bördewetter
Pünktlich zu Turn5 war alles fahrfertig als es in Strömen zu regnen begann. Somit war der Tag gelaufen. Der kleine Onkel verabschiedete sich, man bedankte sich noch mal für den Tatkräftigen Einsatz und suchte Schutz, ja wo?, aufm Klo. Bruno erhielt Order als Klofrau ein paar Euro für die Reparaturkosten der TL zu sammeln. Aber bei dem Scheisswetter wollte offensichtlich niemand durch den Regen bis zu Toilettenbox gehen. Wieder ein Misserfolg. Die Mopeds wurden auf den Hänger geschnallt und man machte sich auf den weg zu Josef. Nach einer Flasche Pils gab's kamen noch lecker Steaks auf den Grill um die Truppe wieder zu Kräften zu bringen. Noch schnell den Linken Griff der TL wieder fest geklebt und die Benzingespräche im Wohnzimmer fortgesetzt. Um 23:00Uhr sollte Zapfensreich sein und so hat man schon mal verabschiedet und schlafen gelegt. Hier noch mal vielen Dank für das Quartier, die Logie und alles und überhaupt und das es einfach nur geil war!!!
Am Dienstag war das Wetter auch etwas besser und pünktlich zum ersten Turn war alles startklar. Leider sollte es auch im ersten Turn des zweiten Tages nicht viel besser sein, zumindest bei Bruno. Der Frust war groß und Polli beschloss als Instruktor zu helfen wieder zu alter Form zu gelangen. Es hilft ungemein, wenn jemand den man kennt vor einem fährt und zeigt: ..da ist noch ewig Reserve drin. Nach Turn 3 wies der Laptimer eine 1:51:xx auf. Immer noch keine Glanzleistung aber zumindest hatte Bruno nicht mehr die rote Laterne am Bike.
Turn 4 war schon recht geil, auch Polli fand sich immer besser zurecht und erwies sich einmal mehr als wahrer Freund. Auch das zwischenzeitlich verloren geglaubte Selbstvertrauen und das Gefühl fürs Motorrad kamen langsam zurück. Der Beste Instruktor ist manchmal einfach nur ein ganz normaler Typ. Jemand den man zu 100% vertraut und weis, der ist auch nur ein Hanswurst wie du und kein Profi. So wurden die Mopeds dann recht ordentlich durchs Feld geprügelt und lediglich ein paar von der Kilogixxerfraktion haben uns platt gemacht. Aber es gab ja noch 2 Turns und nun wollten wir Revanche.
Im vierten ging’s ordentlich zur Sache. Bruno klemmte sich an Polli's TL und pflügten recht ordentlich durchs Feld. Eine freie Runde hatten wir zwar nicht, aber dafür viele Zweikämpfe. In einer Gruppe wurden wir etwas aufgehalten und Bruno schlüpfte eingangs der Triple innen durch und setzte sich ein wenig ab. Auf Start/Ziel kam wieder ne 10er vorbei geschossen, bremste aber viel zu früh. Ausgangs 'Hasseröder' war sein Vorsprung passè. Durchs Triple war er um einiges langsamer doch ein überholversuch in Kurve4 sollte erst eine Runde später glücken. Vor der Schikane hatten wir die bessere Linie, doch es kommt ja noch die Gegengerade. *klatsch* wieder ballert das Teil auf und davon. Durchs Shell-S und die nächste Rechts wieder Zeit gut gemacht und Eingangs der letzten Rechts vor Start/Ziel innen rein gebremst. Die Runde darauf noch einmal im Shell-S überholt, dann haben wir's aufgegeben und versucht noch mal ne freie Runde zu fahren, doch da war der Turn auch schon zu Ende.
Im Letzen Turn wollten wir dann noch filmen und die eigens dafür gekaufte Camp wurde aufgeschnallt. Wir konnten vorher noch nie testen und so war es die Jungfernfahrt mit dem Teil. Polli vorweg und Bruno hinten dran. Rad an Rad durch die Hasseröder und das Triple geballert, es war einfach nur genial. Zwar war noch kein 100%iges Fahrgefühl da und auch das vertrauen in die Reifen fehlt noch, um ans Limit zu gehen, aber das war in dem Moment alles nebensächlich. Nach ein paar Runden wieder Eingangs Hasseröder auf eine Gruppe aufgelaufen. Gut raus beschleunigt hatten wir schon mal ein paar überholt. Eingans Triple wollte Polli links und Bruno rechts an einem Mitstreiter vorbei. Da kam dann doch noch fast der befürchtete Ausritt ins Kies, als plötzlich der Typ aus der Mitte seine Linie von ganz links nach ganz rechts wechselt. Komplett aufgemacht und nen weiten Bogen gefahren konnte ein Sturz verhindert werden aber der Anschluss zu Polli war weg. Kurz darauf war Abbruch, da auf der Zwischengeraden von Hasseröder und Triple jemand sein Ersatzteilleger verstreut hatte.
Jetzt hätten wir gerne das Video präsentiert, aber leider hat die Cam seit Zeitpunkt des Motorstarts komplett ausgesetzt. Somit bleibt uns nur die Erinnerung.
Wir verabschiedeten uns mit einer 1:46 aus Oschersleben. Sicher keine überragende zeit, aber dafür dass wir 2 Jahre nicht gefahren sind war’s OK. Und das allerwichtigste: Die Knochen sind heil geblieben und es hat Spaß gemacht. Und Polli's TL bekommen wir auch wieder hin. (Bilder gibt’s in der Galerie)
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Anreise Freitag 31.08. um 3:45Uhr klingelt der Wecker. Noch voll im Halbschlaf wurden die letzten paar Sachen ins Auto gepackt. Den Rest hatten wir am Vortag schon verladen. Um 4:30Uhr sind wir dann gestartet.
Nach freier Autobahn und einer Fahrt ohne besondere Vorkommnisse schon mal trocken bis nach Halle gekommen. Der Himmel sah auch bis dahin ganz gut aus, aber nur bis dahin. Es waren dunkle, seeehr dunkle Wolken über der Börde zu sehen. Ca 30km vor Magdeburg fing's dann an zu schütten (war ja klar). In sintflutartigen Regelfällen sind wir dann nach Osche weiter gefahren. Auf den Straßen stand mehrere cm hoch das Wasser und der Tag war mental eigentlich schon abgehakt. Gegen 8:00Uhr die Einfahrt zum Fahrerlager passiert, hatte es nachgelassen und tröpfelte nur noch ein wenig.
ein paar Kumpelz vom ZXR-Forum waren bereits im Imbisszelt zum Frühstücken. Wir haben auf die Nahrungsaufnahme verzichtet und sind gleich zu Punkt der Tagesordnung übergegangen. Also erstmal abladen, Anmeldung machen und den Bock auf den ersten Kaltstart des Tages vorbereiten. Nach Hilfe der anderen haben wir bruno's Mühle dann irgendwann angeschoben bekommen und erstmal warm laufen lassen damit sie nachher leichter anspringt.
Nach der Anmeldung eine kleine Enttäuschung. Wir haben lediglich 3 Turns bei unserem Veranstalter. Naja, egal wir machen das Beste draus. Als Trost gab's "Schnitten" in der Box der Veranstalter. So haben wir endlich die erste Mahlzeit des Tages eingenommen, leckere Käsebrötchen mhhhhh. Das Wetter war weiterhin unangenehm kalt, aber zumindest ohne erneute Niederschläge. Somit waren alle startklar um gegen 10:00Uhr zum ersten Turn auszureiten. Die Strecke war noch klatschnass, aber da es bis dato nicht erneut geregnet hatte bestand die Chance den Belag trocken zu fahren.
Turn1: Homer vom ZXR-Forum war mit seinen Regenpellen schon auf und davon, als Polli und Bruno auf den Supercorsa's raus gingen. Erstmal vorsichtig probieren ob das überhaupt geht, schließlich waren wir noch nie unter solchen Bedingungen mit den Semi-Slicks unterwegs. Polli's TL mochte das Wetter nicht, die ZXR von Bruno dafür umso mehr. Das Hinterrad quittierte jeden beherzteren Gasstoß mit wildem Schlingern. Beim Anbremsen nach Start/Ziel blieben gleich mal beide Räderkurzzeitig stehen. Auch bei den Ringeinsteigern war Bewegung drin und gleich in Runde 3 kegelte es einen eingangs Shell-Esses ins Kies. Ja es war rutschig, doch die ersten trockenen Stellen waren schon zu erkennen. Gegen Ende des ersten Turns war die Idealline schon fast überall trocken.
Zurück an der Box gab's die ersten Analysen. Polli kam nicht so zurecht und fühlte sich noch nicht so wirklich gut aufm Moped. Das im trockenen schon vorhandene Untersteuern der TL trat im Regen verstärkt auf und ließ keine saubere Linie zu. Homers Regelpellen
konnten auch wieder gegen die Supercorsa's getauscht werden, da die Piste nun mehr und mehr abtrocknete. Auch das Wetter schien gut mit uns zu meinen. Der Wind hat die dicken Regenwolken über den Ring hinweggefegt.
Turn2: Heiss wie ein Kuchenblech ging's auf in Turn2. Nach 2 Runden hatte sich Bruno im "Verkehr" etwas von Polli abgesetzt und drehte dann allein seine Runden. Die alte Form kommt langsam zurück und alles wird gut (bestimmt). Langsam an die Bremspunkte ran getastet und Runde um Runde den Anker später geworfen. Auch der Kurvenspeed war um einiges höher als noch vor 4 Wochen, rundum: alles Prima.
Nach ein paar überrundungen war es dann wieder soweit. Die erste Kilogixxer kam auf der gegengeraden vorbei. Doch heute nicht! An des Feindes Versen geheftet ging's im Formationsflug durchs Shell-Esses. Nur genug Schwung mitnehmen ist die Devise. Und beim anbremsen auf die letzte Rechts vor Start/Ziel konnten wir ihn innen abknipsen. Auf Start/ziel war er zwar vorne, aber auch bei der Wahl der Bremspunkte. So konnten wir uns ran kämpfen und in der Hasseröder innen vorbei ziehen. Im Triple und der folgenden rechts kam er dann nicht noch mal ran. Und schwupps war der Turn auch schon vorbei.
Wieder an der Box wurde noch mal analysiert und hat gleich mal die Fahrwerke der Böcke befummelt und ... na klar, Defizite entdeckt. Das pumpende Hinterrad an Bruno's Kawa konnte mit ein paar Klicks fast behoben werden. Auch der Treibstoffvorat wurde noch mal geprüft und für ausreichend befunden. Eigentlich wollten wir noch fix was essen, doch keine zeit, das "Finale" stand schon an.
Turn3: Bruno drehte diesmal alleine seine Runden Die Kawa lief super und so konnte nach belieben überholt werden. Innen, aussen in Links- wie Rechtskurven. Noch im zweiten Turn abgeschüttelt, folgte schon der nächste mit ZX10R und der Spaß ging von vorne los. Beim letzten mal noch die absoluten Pussykurven, entpuppten sie sich heuer als wahre überholgaranten, die erste Rechts und die Kurve 4. Auch der zweite Knick im Triple erwies sich als äusserst Vorteilhaft wenn man mit genug Schwung von hinten ankommt.
Alles schien Prima. Nach ca. 3/4 des Turns hatte die Kawa auf einmal akuten Leistungsabfall im Triple und in Kurve4 lief der Bock nur noch auf 2 Töpfen. Mit erhobener Hand ins Grün gerollt wurde schon das Schlimmste befürchtete. Ein Pleuel abgerissen, oder hat's Ventile zerbröselt?? Nach einigen Minuten des Wartens kam dann auch der Lumpensammler und die Geis wurde per Hänger zurück an die Box befördert. Die Vermutung bestätigte sich nicht, es war kein technischer Defekt, sondern nur Dummheit. Der Tank war furztrocken und da Kraft ja bekanntlich von Kraftstoff kommt, war die Ursache schnell ergründet. Noch mal Glück gehabt.
Anschließend haben wir erstmal was gegessen und das wohlverdiente Dienstabschlussbier einverleibt (Danke an Homer). Nach einigen sehr angenehmen Benzingesprächen wurde verladen und jeder machte sich langsam auf den Heimweg. Leider ging der Tag viel zu schnell vorbei, doch die nächste Session wird ja hoffentlich bald kommen. (Bilder gibts wieder in der Galerie)
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