Racing 2007
30.-31.07.2007 | Wiedereingliederung in Oschersleben
Besser spät als nie!
Nach dem Motto hat sich der Saisonauftakt 2007 gestaltet. Da alles
etwas unerwartet kam, sind Polli und Bruno nun in 2007 erstmals auch gemeinsam
auf der Renne unterwegs.

Da beim packen und
vorbereiten wieder mal alles länger gedauert hat, sind wir erst gegen 17:30 am
Sonntag weg gekommen. Dank Stau und zähfließendem Verkehr waren wir auch erst
um kurz nach 20:30Uhr im Fahrerlager aufgetaucht. Ein halbe Stunde zu spät um
noch die Papier- und techn. Abnahme zu machen, das Büro war bereits
geschlossen. Wieder zurück am Auto waren auch Joschi und der kleine Onkel (mit
Krücken) und Freundin Vivian aufgetaucht. Die drei konnten wir beim Pavillon
aufbauen gut gebrauchen. 

Es wurde dunkel und das
Wetter war nicht grad toll als uns das dynamische Defizit an bruno's Zelt
auffiel, die Stangen fehlen, *kagge*. Ohne Dach überm Kopf ist
nicht so gut, so wurde kurzerhand das kleine Zelt von Polli als Tankstelle
umfunktioniert und bei Josef in der Wohnung Quartier bezogen *geile Sache
das!*.

Dank vieler Benzingespräche war die Nacht sehr kurz und auch das ein oder
andere Bier hat seinen Teil beigetragen. Um 5:30Uhr aufgestanden war jede Art
von Menschlichkeit aus den Gesichtszügen verschwunden. Das Navi half aus der
Magdeburger Innenstadt raus um so bei Zeiten in der Früh zur Strecke zu kommen.

Da noch neuen Reifen montiert werden mussten und die Reifenfritzen nicht die
schnellsten waren, haben wir den ersten Turn gleich auslassen müssen *wieder
kagge*.
Nachdem wir Bruno's Berta einmal durch das halbe Fahrerlager
geschoben haben, sprang der Bock endlich an und wir konnten mit 5min Verspätung
zu unserem ersten Turn fahren.


Seine letzte Fahrt vor 2
Jahren und der damit verbundene Sturz steckten noch im Hinterkopf. Auch das
Motorrad hatte er zum ersten Mal unterm Gesäß. Das Selbstvertrauen war im
Keller, und in die letzten Huldigungen an die Reifen sind auch schon lang'
verhallt. Während Polli seine ersten Runden zog, eierte seine Brunhaftigkeit
als Wanderbaustelle mit 2:03min um den Kurs. Beim anbremsen zog jedes Mal ein
heftiger Windstoß unter dem Helm und trocknete die Kontaktlinsen aus, und so
dauerte es nur bis Turn 3 als eingangs Hasseröder die rechte Linse am Visier klebte.
*Super* Mit erhobener Hand von der Strecke geeiert, fix ne neue eingesetzt
konnten noch die letzten Minuten des Turns noch gefahren werden.

In Turn4 wurde wieder auf die gute altmodische Brille gewechselt. Polli,
mittlerweile schon gut in Form, wollte helfen wieder zur alten Form zu finden
und sich das Elend mal von hinten anschauen. Also fuhr Bruno vorweg aus der
Boxengasse raus und drehte seine Runden, völlig unbemerkt, das Polli nicht mehr
da war.
Wieder im Fahrerlager angekommen fehlte von ihm aber jede Spur. Schnell wurde
klar, da stimmt was nicht. Der kleine Onkel mit Sohnemann und Vater waren auch
wieder an der Strecke und berichteten gleich von einem Sturz in der Hasseröder.
Mit kalten Reifen ist Polli das Vorderrad beim anbremsen weggerutscht und der
Asphalt hat Narben in Verkleidung und den nagelneuen! SR-Racing Topf
hinterlassen.
Während sich Polli auf die Suche nach Ersatz für seinen Kupplungshebel machte,
bauten der kleine Onkel und Bruno schon mal die Töpfe runter und bogen das
linke Zwischenrohr wieder in die Richtung wo es sich ursprünglich mal befand.
Da heftiger Wind in Kombination mit fast waagerechtem Regen nicht so toll ist,
wurde im Windschatten der Klohäuschens geschraubt. Das bot
wenigstens etwas Schutz vor dem widrigen Bördewetter

Pünktlich zu Turn5 war
alles fahrfertig als es in Strömen zu regnen begann. Somit war der Tag
gelaufen. Der kleine Onkel verabschiedete sich, man bedankte sich noch mal für
den Tatkräftigen Einsatz und suchte Schutz, ja wo?, aufm Klo.
Bruno erhielt Order als Klofrau ein paar Euro für die
Reparaturkosten der TL zu sammeln. Aber bei dem Scheisswetter wollte
offensichtlich niemand durch den Regen bis zu Toilettenbox gehen. Wieder ein
Misserfolg.
Die Mopeds wurden auf den Hänger geschnallt und man machte sich auf den weg zu
Josef. Nach einer Flasche Pils gab's kamen noch lecker Steaks auf den Grill um
die Truppe wieder zu Kräften zu bringen. Noch schnell den Linken Griff der TL
wieder fest geklebt und die Benzingespräche im Wohnzimmer fortgesetzt. Um
23:00Uhr sollte Zapfensreich sein und so hat man schon mal verabschiedet und
schlafen gelegt.
Hier noch mal vielen Dank für das Quartier, die Logie und alles und überhaupt
und das es einfach nur geil war!!!

Am Dienstag war das Wetter auch etwas besser und pünktlich zum ersten Turn war
alles startklar. Leider sollte es auch im ersten Turn des zweiten Tages nicht
viel besser sein, zumindest bei Bruno. Der Frust war groß und Polli beschloss
als Instruktor zu helfen wieder zu alter Form zu gelangen. Es hilft
ungemein, wenn jemand den man kennt vor einem fährt und zeigt: ..da ist
noch ewig Reserve drin. Nach Turn 3 wies der Laptimer eine 1:51:xx auf.
Immer noch keine Glanzleistung aber zumindest hatte Bruno nicht mehr die rote
Laterne am Bike.

Turn 4 war schon recht geil, auch Polli fand
sich immer besser zurecht und erwies sich einmal mehr als wahrer Freund. Auch
das zwischenzeitlich verloren geglaubte Selbstvertrauen und das Gefühl fürs
Motorrad kamen langsam zurück. Der Beste Instruktor ist manchmal einfach nur
ein ganz normaler Typ. Jemand den man zu 100% vertraut und weis,
der ist auch nur ein Hanswurst wie du und kein Profi. So wurden die Mopeds dann
recht ordentlich durchs Feld geprügelt und lediglich ein paar von der
Kilogixxerfraktion haben uns platt gemacht. Aber es gab ja noch 2 Turns und nun
wollten wir Revanche.

Im vierten ging’s ordentlich zur Sache. Bruno klemmte sich an Polli's TL und
pflügten recht ordentlich durchs Feld. Eine freie Runde hatten wir zwar nicht,
aber dafür viele Zweikämpfe. In einer Gruppe wurden wir etwas aufgehalten und
Bruno schlüpfte eingangs der Triple innen durch und setzte sich ein wenig ab.
Auf Start/Ziel kam wieder ne 10er vorbei geschossen, bremste aber viel zu früh.
Ausgangs 'Hasseröder' war sein Vorsprung passè. Durchs Triple war er um einiges
langsamer doch ein überholversuch in Kurve4 sollte erst eine Runde später
glücken.
Vor der Schikane hatten wir die bessere Linie, doch es kommt ja noch die
Gegengerade. *klatsch* wieder ballert das Teil auf und davon. Durchs Shell-S
und die nächste Rechts wieder Zeit gut gemacht und Eingangs der letzten Rechts
vor Start/Ziel innen rein gebremst. Die Runde darauf noch einmal im Shell-S
überholt, dann haben wir's aufgegeben und versucht noch mal ne freie Runde zu
fahren, doch da war der Turn auch schon zu Ende.

Im Letzen Turn wollten wir dann noch filmen und die eigens dafür gekaufte Camp
wurde aufgeschnallt. Wir konnten vorher noch nie testen und so war es die
Jungfernfahrt mit dem Teil. Polli vorweg und Bruno hinten dran. Rad an Rad
durch die Hasseröder und das Triple geballert, es war einfach nur genial. Zwar
war noch kein 100%iges Fahrgefühl da und auch das vertrauen in die Reifen fehlt
noch, um ans Limit zu gehen, aber das war in dem Moment alles nebensächlich.
Nach ein paar Runden wieder Eingangs Hasseröder auf eine Gruppe aufgelaufen.
Gut raus beschleunigt hatten wir schon mal ein paar überholt. Eingans Triple
wollte Polli links und Bruno rechts an einem Mitstreiter vorbei. Da kam dann
doch noch fast der befürchtete Ausritt ins Kies, als plötzlich der Typ aus der
Mitte seine Linie von ganz links nach ganz rechts wechselt. Komplett aufgemacht
und nen weiten Bogen gefahren konnte ein Sturz verhindert werden aber der
Anschluss zu Polli war weg. Kurz darauf war Abbruch, da auf der Zwischengeraden
von Hasseröder und Triple jemand sein Ersatzteilleger verstreut hatte.

Jetzt  hätten wir gerne das Video präsentiert, aber leider hat die Cam
seit Zeitpunkt des Motorstarts komplett ausgesetzt. Somit bleibt uns nur die
Erinnerung.

Wir verabschiedeten uns mit
einer 1:46 aus Oschersleben. Sicher keine überragende zeit, aber dafür dass wir
2 Jahre nicht gefahren sind war’s OK. Und das allerwichtigste: Die Knochen sind
heil geblieben und es hat Spaß gemacht. Und Polli's TL bekommen wir auch wieder
hin. (Bilder gibt’s in der Galerie)


30.08.2007 | Ein Quicky in der Börde
Anreise
Freitag 31.08. um 3:45Uhr klingelt der Wecker. Noch voll im Halbschlaf wurden
die letzten paar Sachen ins Auto gepackt. Den Rest hatten wir am Vortag schon
verladen. Um 4:30Uhr sind wir dann gestartet.

Nach freier Autobahn und
einer Fahrt ohne besondere Vorkommnisse schon mal trocken bis nach Halle
gekommen. Der Himmel sah auch bis dahin ganz gut aus, aber nur bis dahin. Es
waren dunkle, seeehr dunkle Wolken über der Börde zu sehen.
Ca 30km vor Magdeburg fing's dann an zu schütten (war ja klar). In
sintflutartigen Regelfällen sind wir dann nach Osche weiter gefahren. Auf den
Straßen stand mehrere cm hoch das Wasser und der Tag war mental eigentlich
schon abgehakt. Gegen 8:00Uhr die Einfahrt zum Fahrerlager passiert, hatte es
nachgelassen und tröpfelte nur noch ein wenig.

ein paar Kumpelz vom ZXR-Forum waren bereits im Imbisszelt zum Frühstücken. Wir
haben auf die Nahrungsaufnahme verzichtet und sind gleich zu Punkt der
Tagesordnung übergegangen. Also erstmal abladen, Anmeldung machen und den Bock
auf den ersten Kaltstart des Tages vorbereiten. Nach Hilfe der anderen haben
wir bruno's Mühle dann irgendwann angeschoben bekommen und erstmal warm laufen
lassen damit sie nachher leichter anspringt.

Nach der Anmeldung eine kleine Enttäuschung. Wir haben lediglich 3 Turns bei
unserem Veranstalter. Naja, egal wir machen das Beste draus. Als Trost gab's
"Schnitten" in der Box der Veranstalter. So haben wir endlich die
erste Mahlzeit des Tages eingenommen, leckere Käsebrötchen mhhhhh.
Das Wetter war weiterhin unangenehm kalt, aber zumindest ohne erneute
Niederschläge. Somit waren alle startklar um gegen 10:00Uhr zum ersten Turn
auszureiten. Die Strecke war noch klatschnass, aber da es bis dato nicht erneut
geregnet hatte bestand die Chance den Belag trocken zu fahren.

Turn1:
Homer vom ZXR-Forum war mit seinen Regenpellen schon auf und davon, als Polli
und Bruno auf den Supercorsa's raus gingen. Erstmal vorsichtig probieren ob das
überhaupt geht, schließlich waren wir noch nie unter solchen Bedingungen mit
den Semi-Slicks unterwegs. Polli's TL mochte das Wetter nicht, die ZXR von
Bruno dafür umso mehr.
Das Hinterrad quittierte jeden beherzteren Gasstoß mit wildem Schlingern. Beim
Anbremsen nach Start/Ziel blieben gleich mal beide Räderkurzzeitig stehen.
Auch bei den Ringeinsteigern war Bewegung drin und gleich in Runde 3 kegelte es
einen eingangs Shell-Esses ins Kies. Ja es war rutschig, doch die ersten
trockenen Stellen waren schon zu erkennen. Gegen Ende des ersten Turns war die
Idealline schon fast überall trocken.


Zurück an der Box gab's die
ersten Analysen. Polli kam nicht so zurecht und fühlte sich noch nicht so
wirklich gut aufm Moped. Das im trockenen schon vorhandene Untersteuern der TL
trat im Regen verstärkt auf und ließ keine saubere Linie zu. Homers Regelpellen

konnten auch wieder gegen die Supercorsa's getauscht werden, da die Piste nun
mehr und mehr abtrocknete. Auch das Wetter schien gut mit uns zu meinen. Der
Wind hat die dicken Regenwolken über den Ring hinweggefegt.

Turn2:
Heiss wie ein Kuchenblech ging's auf in Turn2. Nach 2 Runden hatte sich Bruno
im "Verkehr" etwas von Polli abgesetzt und drehte dann allein seine
Runden. Die alte Form kommt langsam zurück und alles wird gut (bestimmt).
Langsam an die Bremspunkte ran getastet und Runde um Runde den Anker später
geworfen. Auch der Kurvenspeed war um einiges höher als noch vor 4 Wochen,
rundum: alles Prima.


Nach ein paar überrundungen
war es dann wieder soweit. Die erste Kilogixxer kam auf der gegengeraden vorbei.
Doch heute nicht! An des Feindes Versen geheftet ging's im Formationsflug
durchs Shell-Esses. Nur genug Schwung mitnehmen ist die Devise. Und beim
anbremsen auf die letzte Rechts vor Start/Ziel konnten wir ihn innen abknipsen.
Auf Start/ziel war er zwar vorne, aber auch bei der Wahl der Bremspunkte. So
konnten wir uns ran kämpfen und in der Hasseröder innen vorbei ziehen. Im
Triple und der folgenden rechts kam er dann nicht noch mal ran. Und schwupps
war der Turn auch schon vorbei.


Wieder an der Box wurde noch mal analysiert und hat gleich mal die Fahrwerke
der Böcke befummelt und ... na klar, Defizite entdeckt. Das pumpende Hinterrad
an Bruno's Kawa konnte mit ein paar Klicks fast behoben werden. Auch der
Treibstoffvorat wurde noch mal geprüft und für ausreichend befunden. Eigentlich
wollten wir noch fix was essen, doch keine zeit, das "Finale" stand
schon an.


Turn3:
Bruno drehte diesmal alleine seine Runden Die Kawa lief super und so konnte
nach belieben überholt werden. Innen, aussen in Links- wie Rechtskurven. Noch
im zweiten Turn abgeschüttelt, folgte schon der nächste mit ZX10R und der Spaß
ging von vorne los. Beim letzten mal noch die absoluten Pussykurven, entpuppten
sie sich heuer als wahre überholgaranten, die erste Rechts und die Kurve 4. Auch
der zweite Knick im Triple erwies sich als äusserst Vorteilhaft wenn man mit
genug Schwung von hinten ankommt.

Alles schien Prima. Nach ca. 3/4 des Turns hatte die Kawa auf einmal akuten
Leistungsabfall im Triple und in Kurve4 lief der Bock nur noch auf 2 Töpfen.
Mit erhobener Hand ins Grün gerollt wurde schon das Schlimmste befürchtete. Ein
Pleuel abgerissen, oder hat's Ventile zerbröselt?? Nach einigen Minuten des
Wartens kam dann auch der Lumpensammler und die Geis wurde per Hänger zurück an
die Box befördert.
Die Vermutung bestätigte sich nicht, es war kein technischer Defekt, sondern
nur Dummheit. Der Tank war furztrocken und da Kraft ja bekanntlich von
Kraftstoff kommt, war die Ursache schnell ergründet. Noch mal Glück gehabt.

Anschließend haben wir erstmal was gegessen und das wohlverdiente
Dienstabschlussbier einverleibt (Danke an Homer). Nach einigen sehr angenehmen
Benzingesprächen wurde verladen und jeder machte sich langsam auf den Heimweg.
Leider ging der Tag viel zu schnell vorbei, doch die nächste Session wird ja
hoffentlich bald kommen. (Bilder gibts wieder in der Galerie)